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bei Nanuk –
ein Artikel von
Stefan Schorr im Kanumagazin

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 Fahrt rund Insel Poel

Bericht: von  Serfas ,Gernot


Fahrt rund Insel Poel

Am 11.05. 2007 stach eine kleine Gruppe um Klaus Jürgen Boll in See, die Insel Poel zu umrunden. Die kleine Gruppe waren Uwe, er kam mit dem Fahrrad und hatte schon mal locker 450 Radkilometer in den Beinen, Mirko unser Weltreisender Koch im Seekajak, Heiner, er hatte auch bei Windstärke 5-6 noch ein Liedchen auf den Lippen, Jens, er fuhr das schönste Boot von uns allen – einen glänzenden Alaw Bach und last but not least Clemens, ein sympathischer ruhiger Zeitgenosse, der mit seinem Nordkapp PE Variante unterwegs war.

Ach so, na klar ich war auch noch mit – Gernot. Ich hatte auf der ganzen Tour versucht einen Greenlander zu zähmen. Naja, sagen wir mal so, ich hatte zum Schluss sehr viel Spaß mit dem Boot. Hätte ich das nötige Kleingeld dabei gehabt, wäre ich damit sicherlich nach Hause gefahren.

Und der Chef von´s Janze, also unser Tourguide war, wie schon erwähnt Klaus Jürgen, ein Seebär im Seekajak.

Nachdem sich nun alle getroffen hatten auf einem Parkplatz in Boiensdorf und die Boote gepackt waren, ging es los in Richtung Salzhaff zur ersten Raststation, wo wir die erste Nacht verbringen wollten. Ja wir wollten, haben wir aber nicht, weil wir dort gar nicht ankommen sollten.

Wir waren auf dem Wasser, gut motiviert und na klar voller Tatendrang Poel einzunehmen, also zu umrunden. Auf dem Wasser war der gefühlte Wind doch stärker als angenommen. Zumindest ging mir das so, denn ich war der erste der im Wasser lag, so viel zum Thema Greenlander zähmen. Nach einer, ich möchte mal sagen bilderbuchmäßigen Rettung bei Windstärke 5-6, entschied sich Klaus zur einer Planänderung, er hatte dann scheinbar doch nicht mit so einem  Greenhorn wie mir gerechnet.

Wir steuerten also jetzt einen näher gelegenen Zeltplatz in Pepelow an, der wie sich herausstellen sollte, eine sehr schöne Alternative war – gemütlich, gastfreundlich, übersichtlich und selbstgemachte Fischbrötchen, was will man mehr. Na paddeln – o.k. aber das ging Freitag Abend dann gar nicht mehr, da der Wind stark zunahm und wir einstimmiger Meinung waren – das müssen wir uns nicht antun. Jedoch gab es eine Gilde, die förmlich das Salzhaff mit Windstärke 6 in Beschlag nahm – Kitesurfer. Die wollten sich das antun und hatten gemessen an der Sprunghöhe entschieden mehr Spaß als wir, zumindest bei diesem Wetter.   

Wir schauten dem Treiben entspannt zu, weil wir beim Bierchen in einem strandnahen, …tja ich sag mal „Pavillon“ dazu saßen. Dort war es trocken, nahezu windstill und sehr unterhaltsam – schließlich mussten wir uns ja alle kennen lernen, für einen Tourenauftakt auch nicht unwichtig.

Der nächste Morgen kündigte sich mit Sonnenstrahlen an und lies große Taten erwarten – sprich Inselumrundungen, in unserem speziellen Fall, war das keine geringe als Poel.

So war also der Plan für heute, Samstag den 12.05.

Bei noch etwas Wind ging es dann los mit gepackten Booten in Richtung Ostsee, natürlich entlang der Küste von Poel.

Ich persönlich fühlte mich wirklich wie ein Inselentdecker, in diesem Fall war ich zwar nur ein Inselumrunder, aber das erste klingt viel aufregender und so war auch mein Gefühl bei der ganzen Sache. Für mich war dies die erste Tour auf offenem Wasser, und wenn etwas nach Freiheit riecht, dann so eine Seekajaktour.

Mein Greenlander lies mich auch in Ruhe paddeln, und nörgelte nicht dauernd an meiner Paddeltechnik herum. Aber ich wollte ja auch was lernen auf so einer Tour, genau der Ansicht war mein Kajak auch, mir möglichst viel beizubringen. Jedoch kann man so etwas auch in einer anderen Art und Weise machen und muss einen nicht gleich ohne jede Vorwarnung ins Wasser schmeißen.

Nach cirka 2 Stunden paddeln, verließen wir das Haff und gelangten in die Ostsee. Beeindruckend waren die Wasserstarts und Landungen der vielen Schwäne, welche wir unterwegs trafen und deren Route wir zwangsläufig kreuzen mussten. Welche enormen Kräfte die Tiere entwickeln um vom Wasser abzuheben, um dann wie von selbst und majestätisch in der Luft zu fliegen.

Neben Schwänen konnten wir auch einen Seeadler erspähen, welcher auf einem Stein mitten im Haff saß und von Möwen umlagert wurde, die darauf hofften dicke Beute abstauben zu können. Es war für uns alle ein bleibendes Erlebnis, was uns in unserem Entdeckerfeeling noch bestärkte.

Irgendwo auf der Ostsee beschlossen wir dann in Timmendorf Rast zu machen, wobei uns Klaus schon von dem dort angebotenen Kuchen euphorisch erzählte, was unserer Motivation half auf das noch entfernte Leuchtfeuer von Timmendorf drauf zu halten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass uns Klaus, Tourguide seines Zeichens, in die Tourenplanung immer mit einbezogen hat und uns so das Gefühl gab, die Tour „fast“ selbst zu planen.

Wie erwartet kamen dann auch Timmendorf und die verdiente Rast im kleinen Hafen. Erste Frage, wo ist der Bäcker mit dem schon erwähnten Kuchen.

Kurzes Sammeln, anpeilen und wir saßen in diesem kleinen Cafe bzw. Bäcker und haben uns dann mal Kuchen kommen lassen. Jeder nach seinem Hunger, mit oder ohne Sahne. Ich entschied mich für drei Stück mit Sahne.

Nachdem wir gestärkt waren, bei bestem Wetter und Aussicht auf ordentlich Rückenwind, mussten wir noch klären – bleiben wir in Timmendorf oder machen wir die Runde komplett und fahren zu unserem Fischbrötchenstrandpavillonzeltplatz Pepelow zurück. Na klar, gut gestärkt und wie schon erwähnt Rückenwind, lag die Entscheidung auf der Hand – wir fahren nach Pepelow zurück und machen die Runde rund.  

Im Cafe besprachen wir dann noch kurz die Rückfahrt und, das bei Ausfahrt des Hafens ordentlich Steine im Weg liegen – die wir doch möglichst beachten sollten. Es sei denn wir wollten das Reparieren von Booten auf See üben.

Bei der Ausfahrt sah es fast so aus, als habe ich mich für die letzt genannte Variante entschieden ohne es zu wissen. Jedenfalls tauchte natürlich vor meinem Boot wider erwarten genau dieser Stein auf, über den wir gerade geredet hatten.

Es war definitiv nicht mein paddlerisches Können was mich den Kurs schlagartig ändern lies, sondern Klaus´s etwas fassungsloser Gesichtsausdruck, den das Kajak irgendwo schon mal gesehen haben muss und sofort den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Kleine Zusatzinfo, der Greenlander war ein Leihboot von Klaus.

Also alle waren aus dem Hafen wohlbehalten, sowohl Paddler als auch Kajak, auf See in der richtigen Richtung und na klar der Rückenwind wurde weniger.

Dennoch konnten wir die ein oder andere Welle zum surfen nutzen und paddelten in bester Stimmung und bei immer noch bestem Wetter nach Pepelow zurück.

Den Abend ließen wir mit Weinchen, Bierchen und Selbstgekochtem in unserem schon genannten See-Pavillon ausklingen.

Der nächste Morgen kündigte sich wieder großartig an, noch etwas Wind aber Sonne und ein mäßig behangener Himmel.

Heute war bekanntlich Abreisetag, jedoch war dies noch nicht spruchreif für uns. Erstmal sollte es noch mal auf´s Wasser.

Umrundung von Wustrow – so hieß das Tagesmotto. Also diesmal mit leeren Booten über das noch recht windige Haff rüber nach Rerik. In Rerik mussten wir die Boote übertragen zur Ostsee von wo wir dann zurück um Wustrow nach Pepelow paddeln konnten.

Diese Etappe war dann das, was ich mir unter Seekajakfahren par excellence vorstelle. Ostseestrand, leichte Wellen, die für ein stetes Auf und Ab der Boote sorgten, links von uns die Steilküste von Rerik und rechts offene See (ja, ja die Ostsee ist nicht offen, aber sie hätte es sein können, zumindest sah Sie so aus, bis zum Horizont nur Wasser – Wahnsinn). Und das Beste, blauer Himmel und nicht eine Wolke. So paddelten wir wie benommen und euphorisch zugleich von der Schönheit dieser Tour zurück zum Salzhaff um Wustrow herum. Das war es warum wir hierher gekommen waren und was jeder von uns herhofft und gesucht hatte – das war Seekajak fahren.

Die Fahrt über das Salzhaff war dann wieder etwas windiger mit kleinen kurzen Wellen, aber in Erinnerung des gerade erlebten, kein wirkliches Problem.

Alle kamen wieder wohlbehalten und mit einem breiten grinsen auf dem Gesicht in Pepelow an.

Leider ging es jetzt wieder ans Zusammenpacken der Boote, aber diesmal für längere Zeit, denn danach ging es wieder nach Hause.

Als die Boote verpackt waren, haben wir die Tour nochmals, bei einem Fischbrötchen und ´ner Cola, Revue passieren lassen, Adressen ausgetauscht und für alle war klar, das war nicht die letzte Tour in einem Seekajak und vor allem auf „offener See“.

In diesem Sinne noch mal vielen Dank an Dich Klaus, für die offene und freundliche Führung der Tour, viel Glück an Dich Mirko auf Deiner Weltreise, Uwe – ich hoffe Dein Fahrrad hat Dich gut nach Hause gebracht, Heiner bis auf ein Wiedersehen im Spreewald und an Euch Jens, Clemens viel Glück und noch viele schöne Touren, wo auch immer.

Man sieht sich.

Gernot

 

 


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